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Containly
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Von Portainer zu Containly wechseln

Aktualisiert am 10. Oktober 2026

Containly ist eine self-hosted Portainer-Alternative für alle, die Docker Compose auf ein paar Hosts betreiben. Diese Anleitung zeigt, wie du es neben deinem bisherigen Setup ausprobierst, ohne etwas umzuziehen oder zu stoppen, bevor du dich entschieden hast.

Für wen Containly gedacht ist

Containly ist für Homelabs und kleine Flotten gebaut: ein paar Docker-Hosts zu Hause, ein NAS, ein oder zwei VPS, meist hinter einem Reverse Proxy. Es passt zu allen, die ihre Dienste in Docker-Compose-Dateien pflegen und einen Ort wollen, an dem sie jeden Host sehen, auf Probleme reagieren und Images aktuell halten.

Containly verwaltet Docker-Engine-Hosts. Wenn sich deine Arbeit um Kubernetes-Cluster, Swarm-Services oder Podman dreht, ist Containly nicht dafür gebaut.

Was in Containly anders funktioniert

Compose-Stacks bleiben normale Dateien

Jeder Stack liegt in einem Ordner auf dem Host, in den Stack-Pfaden, die du pro Host festlegst. Du kannst diese Ordner mit Git versionieren, sichern und ohne Containly bearbeiten, und docker compose funktioniert im selben Ordner weiter. Vor jedem Redeploy zeigt Containly ein Diff dessen, was sich auf der Festplatte ändert.

Bestehende Compose-Projekte tauchen von selbst auf

Compose-Projekte, die ausserhalb von Containly gestartet wurden, findet Containly über ihre Compose-Labels und listet sie neben den Stacks, die Containly selbst angelegt hat. Alle anderen Container erscheinen so, wie sie sind, in der Container-Liste.

Jeder Host, egal wie er erreichbar ist

Der lokale Docker-Socket, TCP mit TLS-Client-Zertifikaten, SSH oder der Containly-Agent. Der Agent ist ein kleiner Container, der sich von sich aus per WSS zu Containly verbindet. Ein Host hinter NAT braucht so keinen offenen Docker-Port, kein SSH und keine eingehende Firewall-Regel.

Container und Stacks ziehen zwischen Hosts um

Die Live-Migration zieht einen Container oder einen ganzen Compose-Stack samt Image, Volumes und Netzwerken auf einen anderen Host um. Zuerst laufen Pre-Flight-Checks, ein Live-Protokoll zeigt den Fortschritt, und Containly rollt automatisch zurück, wenn ein Schritt fehlschlägt.

Selbst-Update mit Rollback

Containly aktualisiert den eigenen Container mit einem Klick und kehrt zur vorherigen Version zurück, wenn die neue nicht sauber startet.

Kostenlos für 2 Hosts, Pro einmalig oder im Abo

Die Gratisversion enthält alle Kernfunktionen für 2 Docker-Hosts, ohne Testphase und ohne Konto. Pro bringt unbegrenzte Hosts, Microsoft Entra ID Single Sign-On und Erscheinungsbild-Presets: Pro Lifetime für CHF 189 einmalig, Pro Jährlich für CHF 89/Jahr oder Pro Monatlich für CHF 15.90/Monat. Lizenzen werden in der App gekauft und aktiviert und funktionieren offline.

Deutsch und Englisch, aus der Schweiz

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch. Containly wird von Pascal Amsler (Amslertec) in Spreitenbach in der Schweiz entwickelt.

Schritt für Schritt: Containly neben dem bisherigen Setup testen

Du musst nicht auf einen Schlag wechseln. Containly spricht mit der Docker-API, genau wie der Befehl docker. Es übernimmt keine Container und verlangt nicht, dass vorher etwas entfernt wird. Deshalb kann es neben dem Werkzeug laufen, das du heute nutzt.

1Containly neben dem bisherigen Setup installieren

Installiere Containly mit Docker Compose auf einem deiner Hosts. Standardmässig hört es auf Port 8420. Ist der Port belegt, änderst du PORT in der .env und die ports:-Zuordnung in der docker-compose.yml.

shell
# Compose-Datei und .env-Vorlage holen$ mkdir containly && cd containly$ REPO=https://raw.githubusercontent.com/amslertec/containly/main$ curl -fsSL $REPO/docker-compose.example.yml -o docker-compose.yml$ curl -fsSL $REPO/.env.example -o .env# Image ziehen, starten, Setup-Token aus dem Log kopieren$ docker compose pull$ docker compose up -d$ docker compose logs -f containly

Setup-Token, erster Admin und Reverse Proxy stehen in der Installationsanleitung.

2Auf dieselben Stack-Ordner zeigen

Binde in der docker-compose.yml den Ordner mit deinen Compose-Projekten unter demselben Pfad in den Container ein, zum Beispiel /opt/stacks:/opt/stacks, und trag diesen Ordner in Containly als Stack-Pfad des Hosts ein. Stacks in diesem Ordner erscheinen mit ihren Dateien, laufende Compose-Projekte werden über ihre Labels gefunden.

Liegt die Compose-Datei eines Stacks noch nicht in einem Ordner auf dem Host, kopierst du ihr YAML in einen neuen Ordner als docker-compose.yml. Ab dann ist sie eine gewöhnliche Datei, die jedes Werkzeug lesen kann.

3Die anderen Hosts hinzufügen

Füge jeden entfernten Host über TCP mit TLS, über SSH oder mit dem Agent hinzu. Für den Agent zeigt Containly ein Einmal-Token und ein docker run- oder Compose-Snippet, das du auf dem entfernten Host ausführst. Die Gratisversion deckt 2 Hosts ab, den lokalen und einen weiteren; Pro hat kein Host-Limit.

4Eine Weile beide nutzen, dann entscheiden

Arbeite ein paar Tage mit Containly neben deinem bisherigen Werkzeug und prüf, was dir wichtig ist: das Dashboard, Logs, Updates, CVE-Scans, eine Migration zwischen zwei Hosts. Container gehören der Docker Engine, nicht der Oberfläche, die sie gestartet hat. Wenn du eine Verwaltungsoberfläche stoppst, laufen die Container, die sie anzeigt, also weiter. Bleibst du bei Containly, entfernst du das alte Werkzeug so, wie du es installiert hast.

Portainer ist eine Marke ihres jeweiligen Inhabers. Containly steht in keiner Verbindung zu Portainer.